Totgesagte leben länger!

Ziemlich abgedroschen ist dieses Zitat, trifft aber absolut zu. Zuerst gab es gegen Horst derbe auf die Mütze, um dann gegen Sparrieshoop mit einer starken kämpferischen Leistung wieder zurück zu kommen.
WSG 2 – MTV Horst = 2:7
Bereits vor dem Spiel gegen Horst war klar, dass es schwer werden würde. Hatten diese mit Dennis Oestreich doch Zugang aus der Verbandsliga (SC Itzehoe) bekommen. Obwohl dieser dort nur wenig gespielt hatte, dürfte er in dieser Rückserie vermutlich nur sehr schwer zu bezwingen sein – obwohl einige Hochkaräter in der Liga vertreten sind.
So trat unser Gegner mit Dennis Oestreich, Uwe Oestreich, Koch und Breiholz und somit in Bestbesetzung an. Aber auch wir hielten mit unserer Stammbesetzung mit André, Frank, Erik und Niklas dagegen.
Bereits in den Eingangsdoppeln wurde die Schwere der Aufgabe klar. Erik und Frank kamen gegen Oestreich/Breiholz ebenso unter die Räder wie Niklas und André gegen Oestreich und Koch.
Und auch die erste Einzelrunde brachte keine Wende zum Besseren. Andrße zeigte sich noch weit von seiner Bestform entfernt, obwohl er den Gegner Oestreich bis zum 2:0 in Sätzen und einer 7:2-Führung bestens im Griff hatte. Dann lief aber einfach gar nichts mehr zusammen, zahlreiche leichte Fehler sowie Fehlaufschläge kosteten den Sieg. Insgesamt erzielte er sogar mehr Punkte als der Gegner – allerdings eher ungünstig verteilt. Eine ziemlich frustrierende Niederlage, die das Spiel im Prinzip schon kippen ließ. Denn Frank sah gegen den Einser des Gegners kein Land – man sah eben doch deutlich, was so einen Spieler von uns unterscheidet. In den wichtigen Momenten kann dieser eben immer noch zulegen. Der 0:4-Zwischenstand war die Folge.
Erik konnte gegen Breiholz seine eher schwache Leistung aus dem ersten Spiel der Rückrunde ausgleichen und gewann sicher in vier Sätzen. Niklas hatte gegen Koch schwerer zu kämpfen. Nach verlorenem ersten Satz konnte er die folgenden Sätzen mit gutem Spiel gewinnen und 2:1 in Führung gehen. Das Spiel war durch ständige Auf und Abs gekennzeichnet – leider war Koch am Ende der etwas konstantere Spieler und gewann in fünf engen Sätzen das Match.
Andre hatte gegen Oestreich wie erwartet keine echte Chance. Zwar waren einige gute Ballwechsel dabei, jedoch konnte er den Gegner mit seinem Noppenspiel nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Schon stand es 1:6 für die Horster. Frank konnte gegen Oestreich dann wieder verkürzen. Er machte es besser als André und konnte so einen weiteren Punkt für die WSG sichern.
Dies war allerdings nur ein laues Lüftchen, den Erik kam gegen Koch zwar gut ins Spiel, jedoch setzte sich die Routine letztendlich durch, so dass auch dieses Spiel in fünf Sätzen an die Auswärtsmannschaft ging.
Insgesamt war es eine verdiente, wenn auch vielleicht etwas zu hoch ausgefallene Niederlage. Alle drei Fünfsatzspiele gingen verloren und nicht alle erreichten Normalform. Dennoch dürfte diese Horster Mannschaft mit der genannten Verstärkung nahezu allen Mannschaften der Liga erhebliche Probleme bereiten. Gerade in der Spitze hat sich die Mannschaft nachhaltig verstärkt und ein Dirk Koch im unteren Paarkreuz ist immer eine Bank.

WSG 2 – Sparrieshoop 2 = 7:3
Nach dieser eher durchwachsenen Leistung musste gegen den noch punktlosen Tabellenletzten aus Sparrieshoop ein Pflichtsieg her. Diese haben allerdings aus ihrer ersten Mannschaft mit Harry Gregor einen 1. bezirksligaerfahrenen Spieler hinzu bekommen. In der Breite hat sich die Mannschaft somit ebenfalls verstärkt.
Gleich zu Beginn mussten wir den Ausfall von André verkraften, dessen Handgelenk nicht mitspielen wollte. Im Hinblick auf die kommenden wichtigen Spiele war hier Schonung angesagt. Glücklicherweise spielte parallel unsere dritte Mannschaft, so dass wir mit Malte Krohn starken Ersatz am Start hatten. Unser Gegner trat mit Gregor, Haack, Schnoor und Brünicke an – der nominell besten Aufstellung. Unangenehm fiel einmal mehr die Hallentemperatur auf – bei solcheiner Kälte spielt keiner gerne Tischtennis.
Unsere Doppel begannen ziemlich desaströs. Nikl und Frank legten gegen Gregor und Schnoor gleich einen 0:2-Fehlstart hin, um dann mit großem Kampf zum 2:2 auszugleichen. Im fünften Satz führten sie schließlich mit 7:2, ehe sie den Satz dann noch unglücklich mit 9:11 verloren. Nachdem Malte in der dritten Mannschaft sein Doppel gespielt hatte, ging er mit Erik gegen Haack und Brünnicke ins Rennen. Das Doppel verlief zunächst ähnlich katastrophal. Erik versuchte, als Angriffsspieler zu glänzen – was ziemlich nach hinten losging. Es folgte eine klare Ansage, und ab Satz drei wendete sich das Blatt. Erik spielte nun auf Sicherheit und Malte konnte seine platzierten Angriffsschläge anbringen, so dass man sich in das Spiel reinarbeitete und im fünften Satz hauchdünn mit 11:9 den Ausgleich für die WSG erzielte.
Wie im Hinspiel bekam es Frank mit dem ins obere Paarkreuz aufgerückten Haack zu tun. Und wie im Hinspiel wurde es eine extrem enge Partie über fünf Sätze. Den ersten verlor Frank knapp zu neun, um die folgenden zu zehn und zu zwei für sich zu entscheiden. Es schien schon ziemlich gut zu laufen, als Haack den vierten Satz dann knapp für sich entschied. Im Entscheidungssatz fand Frank allerdings seine Linie wieder und sicherte mit dem 11:6 das 2:1 für die WSG. Wieder ein Stück formverbessert zeigte sich Erik, dem das topspinorientierte, nicht zu schnelle Spiel von Gregor sichtlich entgegen kam. Souverän und sicher dominierte er das Spiel über weite Strecken und brachte so das 3:1 auf den Weg.
Und auch Niklas zeigte sich von seiner soliden Seite und ließ gegen Brünnicke wenig anbrennen, auch wenn er mit sich selbst noch lange nicht zufrieden war. Dennoch stand am Ende ein Viersatzsieg zu Buche. Marathonmann Malte kam dann zu seinem ersten Einzeleinsatz (nachdem er in seiner Stammmannschaft parallel zusätzlich schon ein Einzel und ein Doppel abgespult hatte)
Im Duell der Einser zwischen Frank und Gregor wurde es erneut eng – in allen drei Matches mit Franks Beteiligung hieß es „volle Distanz bitte“! Gregor machte genau drei Punkte mehr als Frank – doch dies genügte, um ihn knapp mit 11:9 im fünften Satz niederzuringen. Eine knappe Niederlage, bei der Frank trotzdem ein wirklich gutes Spiel zeigte. Richtig zuverlässig agierte an diesem Tag Erik. Gegen Haack war er wieder voll bei der Sache, ließ wenig zu und dem Gegner in drei Sätzen nicht wirklich eine Chance. 6:2 hieß es hier schon – ein Punkt fehlte noch zum angepeilten Sieg.
Niklas trat nun gegen Schnoor an – ein ziemlich seltsames Spiel, da jeder Satz immer recht deutlich von einem Spieler dominiert wurde. Entweder hatte Nikl einen Lauf und der Satz ging mit 11:3 an ihn oder eben umgekehrt. Leider hatte im fünften Satz Schnoor die Nase vorn und brachte Sparrieshoop auf 6:3 heran. Nun war es wieder an Malte, den Sieg zu sichern. Schon sichtlich angeschlagen (immerhin war das Match sein sechstes Spiel an diesem Abend) und konditionell sicherlich eher auf dem Stand von Nikl nach dem sechsten Pils hatte er Brünnicke allerdings wirklich gut im Griff. Eigentlich ließ er trotz eines verlorenen Satzes nie Zweifel aufkommen, dass er das Spiel für sich entscheiden würde. Spektakulär vor allem der Matchball, bei dem er aus einer unmöglichen Position eine Rückhand humorlos auf das Feld des Gegners drosch und so den 7:3-Sieg der WSG besiegelte.
Insgesamt kann man nach der miesen Leistung gegen Horst von einer deutlichen Leistungssteigerung sprechen. Ohne unsere Nummer 1 haben wir immerhin nach dem 7:4 im Hinspiel mit 7:3 gegen eine gefühlt stärkere Mannschaft als in der Hinrunde eine wirklich gute Partie abgeliefert. Hervorzuheben sind insbesondere die beiden Youngsterns des Teams – weder Erik noch Malte verloren ein Spiel.
Auch muss man erneut die gute Stimmung innerhalb des Teams betonen – es wurde gechoacht ohne Ende und alle haben Malte unterstützt, wo es ging – wobei er auch so außerordentlich abgeklärt seinen „Job“ erledigte – das kann er gerne öfter so machen! Und auch das Bier schmeckte uns und den Jungs aus Sparrieshoop wieder außerordentlich gut! Eriks Meterbrot rundete den Abend entsprechend ab – Gesprächsstoff gab es zwischen den beiden Mannschaften reichlich – im Tischtennis ist die Dichte an verhaltensgestörten Spielern doch relativ dicht – wie wir konstatieren mussten!
Tabellarisch ist weiterhin alles drin – wenn denn alle wieder fit und an Bord sind und an den Spielterminen sich frei schaufeln können, dann ist ein Angriff auf die oberen Ränge durchaus im Bereich des Möglichen. Unser kommendes Spiel am Freitag wird aufgrund der Mitgliederversammlung des VfL Kellinghusen verlegt werden. Weiter geht es dann am 13.02. gegen Heist in der Wrister Kühlkammer!

 

– André Sperlich

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