Wieder zurück in der Spur

Nachdem wir am letzten Wochenende in Friedrichsort und gegen Mölln nach ansprechenden Teamleistungen mit leeren Händen dastanden, galt es am folgenden Wochenende wieder nach vorn zu schauen. Es standen wieder zwei Spiele an, bei denen wir uns durchaus Chancen auf Punkte ausrechneten.

 

Am Nikolaustag empfingen uns die Jungs vom FT Eiche Kiel II in für uns neuer Halle. Unsere Gegner mussten wiederholt auf ihre an 1 und 2 gesetzten Dänen verzichten, was unsere Siegchancen im Vorfeld sicher nicht unbedingt verringerte. Die Vergangenheit warnte uns allerdings sehr davor, daraus voreilige Schlüsse zu ziehen.

Wir kamen optimal aus den Doppeln. Tim und ich haben scheinbar Interesse daran gefunden, 2:0 zurückzuliegen und dann noch in 5 Sätzen das Spiel zu biegen. Ein Blick in die Statistik zeigt eine riesige Menge an Fünfsatzmatches, die wir aber dann doch bis dato alle irgendwie noch gewinnen konnten. Jan/Malte und Fabian/Lorenz ließen hier deutlich weniger anbrennen und fuhren klarere Erfolge ein – ein 3:0 – Start nach Maß!

Die gesamte erste Einzelserie verlief aus unserer Sicht ergebnistechnisch beinahe perfekt. Tim zeigte gegen Heinrich das hochklassigste Spiel des Abends und konnte es nach viel Kampf und langen Ballwechseln mit 3:1 für sich entscheiden. Parallel mühte Jan sich gegen Bitka eher zum Sieg und musste nach vergebener 9:4-Führung im 4. Satz noch im Entscheidungssatz zittern.

Auch die Mitte zog mit soliden Leistungen nach. Malte spielte gegen den von Serie zu Serie stärker werdenden Lange eine starke Partie und sicherte auch hier den Punkt für uns. Auch ich konnte einen Sieg gegen Falkenhagen beitragen und so stand es dann doch recht schnell 7:0 für uns. Das war so dann doch nicht zu erwarten gewesen.

Lorenz gegen Leubert wurde dann zu einen besonderen Spiel. Nachdem es hin und her ging, verletzte sich Oliver Leubert am Rücken und konnte in der Endphase des Matches nur noch sehr eingeschränkt agieren. Diese Einschränkung schlug sich aber darin nieder, dass sein Spiel eine ganze Ecke sicherer und um Abwehrbälle aus der Halbdistanz erweitert wurde. Lorenz kam damit mental nicht wirklich klar und ließ sich den fünften Satz nach Führung noch klauen – sein Frust war absolut verständlich. Den Punktverlust fing Fabian am Nebentisch durch ein 3:0 gegen Nehlsen aber zumindest vom Gesamtergebnis direkt wieder auf.

Es war wohl vorher klar, dass für Jan eine Leistungssteigerung von Nöten gewesen wäre, um gegen den so sicheren Heinrich etwas zählbares zu holen – diese blieb aber eher aus. So reichte es für unseren Senior nur zu einem Satzgewinn. Da Tim aber gegen Bittka nach knappem ersten Satz nicht mehr allzu viel anbrennen ließ, konnten wir letztlich ein ungefährdetes 9:2 feiern.

Wir hatten eine gute Reaktion aufs letzte Wochenende gezeigt und das Punktekonto gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten wieder positiv werden lassen. Nun galt es, das gegen den Verbandsoberligaabsteiger aus Nortorf zu bestätigen.

 

 

Am frühen Abend des Folgetages empfingen wir nach einem Jahr Abstinenz die Nortorfer wieder bei uns in Kellinghusen.

Aus den Doppeln kamen wir mir einem knappen Rückstand. Tims und meine erste Niederlage kam an diesem Tag dann doch gar nicht mal so überraschend. Nottelmann/Thomsen fügten sie uns verdient zu. Auch Jan und Malte mussten sich Zabel/Staack geschlagen geben. Fabian und Lorenz hielten durch ein 3:2 gegen Nasner/Schoen den Anschluss.

Oben hatte Jan mit einigem zu kämpfen. Am meisten dann aber doch mit dem Spiel von Zabel, der wie gewohnt keine leichten Fehler machte und Jan davon eindeutig zu viele. Eine deutliche 0:3-Schlappe war das Resultat. Tim glich das durch einen weiteren bärenstarken Auftritt in dieser Hinserie gegen Nottelmann wieder aus.

Ich spielte gegen Thomsen in meinen Augen ein recht merkwürdiges Spiel. Es gewann immer der die Punkte, der den anderen angreifen ließ. Thomsen machte das eine Spur effektiver und holte so auch verdient den 3:2-Erfolg. Doch auf eine Niederlage folgte in der ersten Einzelserie stets direkt ein Sieg. Den holte Malte in diesem Fall gegen Nasner in 4 Sätzen.

Im unteren Paarkreuz spielte Fabian gegen Schoen zwei blitzsaubere erste Sätze. Schoen tat das dann in den nächsten beiden allerdings auch und so fand man sich im Fünften wieder. Hier haderte der Nortorfer etwas zu lange mit allen möglichen Dingen und Fabian schnappte sich währenddessen den Sieg. Aber wie gesagt, auf einen Sieg folgte direkt ein Punkt der gegnerischen Mannschaft – und so sicherte Björn Staack gegen Lorenz unseren 4:5 Rückstand zur „Halbzeit“.

Jan spielte gegen Nottelmann einen ersten Satz, der normalerweise für 2 Sätze reicht. Er konnte diesen gewinnen, die nächsten 3 dominierte allerdings der Nortorfer durch sein kompromissloses Spiel. Sowohl mit Vorhand, als auch mit der Rückhand wurde ordentlich „gerohrt“. Der Krimi des Abends spielte sich dann zwischen Tim und Zabel ab. Beide zogen alle Register und es lief auf ein Herzschlagfinale im fünften Satz hinaus. Tim kämpfte sich nach recht deutlichem Rückstand unnachahmbar wieder ins Match und knallte bei 10:9 dann einen Returnwinner auf die Platte, der die ganze Halle johlen ließ – Tims Bilanz von 11:3 zeigt deutlich, was unser Bursche da im Moment auf die Platte zaubert. In solch einer Phase fallen dann auch die ganz knappen Matches auf unsere Seite…

Liest man das weitere Ergebnis könnte man denken, dass auch die Mitte davon motiviert wurde. Ich kam gegen Nasner über Aufschlag-Rückschlag zu einem 3:0 und auch Malte ließ Thomsen durch seine Sicherheit bei seinem Dreisatzsieg die entscheidenden Fehler machen.

Beim Stand von 7:6 mussten wir unten leider federn lassen. Sowohl Lorenz als auch Fabian standen gegen Schoen und Staack auf verlorenem Posten. Gegen womöglich das beste untere Paarkreuz der Verbandsliga ist das aber kein Beinbruch.

So mussten Tim und ich versuchen, im Abschlussdoppel einen Punkt zu retten. Die ersten beiden Sätze verliefen nach Plan. Wir kamen mit unserem Spiel gut durch und führten folglich mit 2:0. Dann veränderte sich das Spiel. Fehler traten auf uns die zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagenen Zabel und Staack holten sich Satz 3 und 4 mit 2 Punkten Unterschied. Nach gezogener Auszeit und einem Hin und Her konnten Tim und ich beim Stand von 8:8 das Spiel dann durch drei Punkte hintereinander entscheiden.

 

Es war mal wieder ein Marathonspiel, das mit einer Punkteteilung absolut gerecht zu Ende ging. Wir konnten an diesem Wochenende wieder beweisen, dass wir für niemanden leicht zu schlagen sind und vor allem zu Hause mit dem eigenen Publikum richtig geile Schlachten abliefern können.

 

Bjarne für die 1. Herren

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