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Jan und Andre retten acht Einzel ins Ziel!

Veröffentlicht am 09. November 2011 von Fabian

08.11.2011 Moorreger SV 2 – WSG Kellinghusen / Wrist 7:9

Seit unserem gemeinsamen Aufstieg vor einigen Jahren mit der ersten Herren von Moorrege waren die Duelle meist von besonderer Natur und hatten stets einen gewissen Derby-Charakter. Und kaum trennten sich die Wege der ersten Mannschaften wartete in der 1. Bezirksliga die zweite moorreger Mannschaft auf uns mit Verwandten und alten Bekannten aus früheren Duellen!

Nach den dürftigen Auftritten der letzten Wochen hatte die WSG etwas Zählbares mal wieder bitter nötig und die erste Schlacht mußte schon vor dem Spiel gewonnen werden: Eine falsche Doppelaufstellung sollte uns nicht unterlaufen! Konnte ja keiner ahnen, dass wir die sowieso fast aufstelllen können wie wir wollen – wir gewinnen sowieso nicht!! Eindrucksvoll stellten dies heute alle drei Doppel unter Beweis. Sowohl Jan und Andre als auch Niklas und ich retteten sich zwar in den fünften Satz, dicht am Spielgewinn waren wir aber eigentlich nie. Und selbst als alles zumindest nach Schadensbegrenzung durch Erik und Alex aussah und die beiden vier Matchbälle hatten, konnte die WSG kein Doppel gewinnen und unterlag noch 11:13 im Fünften! Alle drei Doppel 2:3 – ein Auftakt nach Maß sah irgendwie anders aus!

Jan hatte dann den offensichtlich angeschlagenen Lieboldt (auch wenn Niklas und ich kurzfristig eine Verwandtschaft zu Sergio Pinto vermuteten) sicher im Griff und verkürzte für uns ebenso deutich wie ich gegen Zippell – allerdings nur vom Satzverhältnis her! De Facto gingen nämlich alle drei Sätze in der Verlängerung an mich und dass im dritten Satz sogar nach zwischenzeitlichem 6:10 im dritten Satz. Doch dann war es auch schnell wieder vorbei mit der Herrlichkeit und nach den 6:0 Sätzen oben folgten 0:6 Sätze in der Mitte. Alex wollte irgendwie gar nichts so richtig gelingen und verlor die gute Form aus den letzten drei Sätzen im Doppel wieder gänzlich. Nikl kam ebenfalls nie wirklich zum Zug, wobei  Christian auch einen sehr überzeugenden Auftritt hinlegte. Mit der Hypothek eines 2:5 gingen Andre und Erik quasi in eine „do or die“-Situation, denn ein 2:7 hätte wohl das Ende aller Punkteträume bedeutet! Beide präsentierten sich jedoch in wirklich guter Form, ließen sich von dem Druck nichts anmerken und holten zwei Siege für die WSG. Erik machte es mir nach und gewann alle drei Sätze mit zwei Punkten Differenz zu einem „glatten“ 3:0 und überzeugte dabei vor allem durch viel taktische Disziplin gegen den unangehmen Samoray! Andre holte nach dem Satzausgleich den wichtigen dritten Satz und fuhr danach wenig gefährdet den vierten Satz für die WSG ein. Das derzeitige 4:5 kam da für die WSG schon wieder etwas freundlicher daher!

Das vielleicht als Formsache erwartete Spiel von Jan gegen „Zippi“ strapazierte die Nerven der WSGer dann deutlich mehr als gewünscht. Während man über die Siege in den ersten beiden Sätzen nach hohen Rückständen noch schmunzeln konnte, gefror den Anhängern und Schiedsrichtern auf WSG-Seite das Lächeln etwas im Gesicht, als es danach zweimal nicht mehr zur Aufholjagd reichte. Im letzten Satz beantwortet Jan dann aber „die Frage des inneren Schweinehundes“ (vgl. Cyrullies, 2011) mit 11:2! Etwas erstaunt waren alle WSGer (mich eingeschlossen) über den überzeugenden Start von mir gegen Lieboldt, der allerdings mit Beginn des dritten Satzes nochmal andere Seiten aufzog und mich nach 4:11 und 4:8 relativ ratlos zurückließ. Doch mit einem Mix aus Kampf, Glück und guter Leistung gelang es mir irgednwie den Negativtrend zu durchbrechen und die Nervosität zurück auf die Gegenseite zu bringen. Wie schon gegen Zippel war es am Ende ein Sieg in der Verlängerung der die erste WSG-Führung des Abends bedeutete. Kurz bevor jedoch Euphorie aufkommen wollte, machte ein ernüchterndes Gerücht in der WSG-Box die Runde: Die Mitte war dran! Nach 0:6 im ersten Durchgang drohte hier ein schneller Führungswechsel zugunsten der Moorreger. Beide zeigten sich jedoch gegenüber den ersten Partien deutlich verbessert, für Nikl sollte es jedoch trotzdem nicht reichen. Gegen den sicheren Jacobsen machten sich zwei altbekannte Probleme wieder bemerkbar: die mangelnde Durchschlagskraft und die leichte Provozierbarkeit. So musste er unheimlich viel Kraft und Energie aufwenden, um die langen Ballwechsel für sich zu entscheiden und ließ sich zudem zu schnell und ungerechtfertigt aus der Ruhe bringen.Am Ende unterlag er trotzdem nur denkbar knapp mit 9:11 im fünften und hatte bei Erik und mir wohl nicht genau genug hingeschaut, wie man das so amct mit knappen Siegen. Alex belohnte seine verbesserte Leistung dagegen mit einem überzeugenden 3:0 gegen Christian und zitterte sich nur am Ende ein wenig zum Sieg! Unten war Andre dem für ihn undankbaren Gegner Samoray dann mit 0:3 unterlegen, aber auf Erik war an diesem Abend wieder Verlaß. Mit einem starken 3:0 schickte er Müller auf die Matte und sicherte der WSG somit schon den verdienten Punkt!

Nochmal sollte es uns allerdings nicht ergehen wie in Hohenaspe, wo man trotzdem 7 gewonnener Einzel ohne Punkt nach hause fuhr. Einer war uns zwar schon sicher, aber für das Selbstvertrauen sollten unbedingt zwei Zähler her! Daran ließen Jan und Andre auch von Beginn an keinen Zweifel und zogen Jacobsen und Samoray schnell den Zahn. Mit beeindruckender Konsequenz fuhren sie ein ungefährdetes 3:0 für die WSG ein und machten damit den Sieg perfekt!

Drei Leute im Einzel ungeschlagen, dazu nur einer ohne Sieg, dass lässt sicherlich aufhorchen! Problemzone ist und bleibt das Doppel, was die Bilanz von 10:17 verdeutlicht! Hier sollte schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden…! Zudem scheinen die englischen Wochen ihre eigenen Gesetze zu haben: Niklas kassierte 5 seiner 7 Niederlagen in der Woche, ich dagegen holte 5 meiner 6 Siege genau in den drei Spielen in der Woche….Die düstere Aussicht für mich: Ab jetzt spielen wir nur noch freitags…..!!

 

1 Kommentare dieses Beitrags

  1. Jan Says:

    Für alle Freunde der Statistik sei noch gesagt, dass die Doppel und unsere Stammmitte doch häufig mit identischem Erfolg spielen. Von den 6 Spielen, in denen Nikl und Alex zum Einsatz in der Mitte gekommen sind, weisen 5 Spiele bei Doppel und Mitte die identische Tendenz aus (negativ gegen SC Itzehoe, positiv gegen Barmstedt, ausgeglichen gegen Glückstadt und wieder negativ gegen Esingen und Moorrege). Einzig das Spiel gegen St. Michaelisdonn mit positiven Doppeln und negativer Bilanz in der Mitte sticht als Ausnahme heraus. Kann mir jemand diese Verbindung erklären? Bei den beiden Spielen, in denen André in die Mitte rückte, gab es eine (erklärbare) Parallele zwischen Einzeln und Doppeln gegen Ellerbek und einen Unterschied gegen Hohenaspe… Ist hier vielleicht auch das Thema Sportwetten bei der WSG zu finden oder muss die Frage geklärt werden: Wieviel Einfluss können/wollen Niklas und Alex nehmen?

    Ach ja und bis auf das Spiel gegen Moorrege ist durch die Doppelbilanz auch immer das Endergebnis abzulesen… Frohes Doppelklären !

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