Archiv | März, 2017

Wahnsinn, Achterbahn der Gefühle, große Leere :-(

Veröffentlicht am 26 März 2017 von Jan

Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – solche und ähnliche Situationen kennt jeder. Gerade der Sport ruft diese Emotionen immer wieder hervor. Dieses Mal traf es die erste Herren der WSG. Großem Sport folgte die große Enttäuschung, aber der Reihe nach. In den Zentrum dieses Artikels möchte ich, auch wenn es mir schwer fällt, die MANNSCHAFT „Erste Herren“ stellen.

Dieses Team mit unterschiedlichen Chrakteren unterschiedlichen Alters ist trotzdem eine homogene Einheit. Trotz des relativ jungen Alters der meisten Akteure kann diese Mannschaft zusammen auch Rückschläge wegstecken, sich ständig neu motivieren und entfacht auch Stimmung und Akzeptanz im Umfeld.

Hier kommt die zweite zentrale Säule dieses Berichts – unsere FANS! Zum Spitzenspiel nach Schwartau am Freitag abend machten sich viele WSGer, aber noch mehr WSG-Interessierte auf den Weg in die Marmeladenstadt um die erste Herren zum Sieg zu treiben. Auch unsere Fans gaben an diesem Abend wirklich alles dafür, damit es zu einem Erfolg der MANNSCHAFT kommt! Die erste Herren ist unendlich dankbar für dieses außergewöhnliche Engagement jedes einzelnen FANS. Wir schätzen es, wenn wir es schaffen, Euch durch unsere Leistungen mitzureißen und wir sind begeistert, wenn Ihr von außen den Funken überspringen lasst, wenn es bei uns nicht läuft – vielen Dank!

Da auch die Schwartauer einiges an Unterstützung kam es zu einem spannenden, aber auch fairen Wettkampf an der Spitze der Herren Landesliga Süd. Zweimal Bestbesetzung ist in diesem Spiel eigentlich zu erwarten, aber auch nicht zu vernachlässigen!

Wir wussten, dass die große Stärke der Schwartauer die Doppel sind! Es ging darum, nicht mit 0:3 in die Einzelserie zu starten. Die beiden ersten Doppel begannen dann aber anders als erwartet. Lorenz und Jan verpatzten den Start gegen Glaeßner/Clasen mit 0:2 Sätzen. Bjarne und Malte lagen aber gegen Hopp/Dunkel 2:1 vorne. Die FANS holten Lorenz und Jan zurück ins Spiel. Dann drehten sich die Spiele parallel. Hopp/Dunkel spielten ihre Klasse aus. Beide Spiele in 5 Sätzen – 1:1. Dass es der erste und letzte 5-Satz-Erfolg der Schwartauer Heimmannschaft sein sollte, wusste zu dem Zeitpunkt noch niemand. Optimismus machte sich bei der WSG breit, hatten Fabian und Tim in der Rückserie doch noch nicht verloren… ging dann aber schneller als gedacht. Ehmke/Gehrmann machten relativ kurzen Prozess… 2:1 für Schwartau!

Es ging ins obere Paarkreuz, die FANS hofften auf ein Break durch Bjarne gegen Hopp, der eine 2:0-Einzel Bilanz angeboten hatte, damit wir im Tibhar-Trikot spielen können…. Jans Punkte gegen Dunkel war für alle fest eingeplant…Bjarne verlor den ersten Satz noch in der Verlängerung, war dann aber unglaublich präsent und sicher – verdientes 3:1 – Ausgleich.

20170317 Ahrensburg_Bjarne

Die WSGer dachten an die Führung – wie stand es eigentlich bei Jan? Der spielte das gesamte Wochenende fahrig, unsicher, unkonzentriert. In seinem Spiel war die gesamte Situation der MANNSCHAFT an diesem Wochenende ablesbar. Ersten Satz gewonnen, zweiten Satz verloren, dritten Satz nach Satzbällen weggeschenkt, vierten Satz dominiert. Es deutete sich ruhiges Fahrwasser an – Pustekuchen. Bei 1:7 war dann ein älterer FAN nicht mehr überzeugt davon, dass es reichen könnte. 11:9 für Jan. Viel Glück gehabt! Dass es der Vorgeschmack aufs Wochenende sein könnte, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand…

3:2 – so wie wir es gehofft haben. Problem war dann aber Tims Schläger, der sich unglücklicherweise nicht mehr in Bestform. Die MANNSCHAFT half aus, aber Tim blieb gegen Glaeßner und seine Unsicherheit ohne Chance. Dafür zeigte sich Fabian von seiner besten Seite. Gegen Clasen gab es ein klares 3:0.  Bei 4:3 ins untere Paarkreuz – hier gab es im Spiel von Malte gegen Ehmke ein echten Leckerbissen für alle Zuschauer! Alle FANS konnten sich kaum an den Ballwechseln satt sehen, spannend war es auch. Malte gewann 11:9 im 5.Satz! Das war ein Big Point! Lorenz unterlag nach gutem Spiel gegen Gehrmann, ja auch da gab es zwei Sätze in der Verlängerung – es war fast alles auf Messers Schneide! Gehrmann gewann. 5:4 für die WSG! Die MANNSCHAFT zeigte große Präsenz und den Siegeswillen, lag es an den FANS?

Oben dann mal ein souveräner Auftritt von Jan gegen Hopp, der aber auch überhaupt nicht ins Spiel fand. 6:4 WSG! Bjarne fuhr dann Achterbahn. Der Spielfilm in Sätzen 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2! Aber er hielt Wort, war so engagiert, bissig und fokussiert, dass es zwar ein bitterer Abend für Christian Dunkel war, aber auch ein nicht ganz unverdienter Sieg für unseren Studenten! 7:4!

Dann die Mitte. Fabian startete gegen Glaeßner furios, in dem er Lutz immer wieder vor neuen Aufgaben stellte. Aber nach 2:0 Führung kämpfte sich der Käptn der Heimmannschaft zurück. Endlich mal wieder ein 5. Satz… (6 der 13 Spiele gingen über den Entscheidungssatz – 5 gingen an die WSG!) Fabian kam aber angetrieben von der guten Stimmung der FANS zurück! 8:4!

20170317 Ahrensburg_Tim

Tim war es vorbehalten mit einem anderen Schläger aus der MANNSCHAFT den Sack zu zumachen. Clasen war in einem reinen Aufschlagspiel etwas im Hintertreffen- 3:0 für Tim – 9:4 (31:23 Sätze) für die WSG!

MANNSCHAFT und FANS waren glücklich! Die Tabellenführung war in greifbarer Nähe! Und alles weitere… Großer Dank an alle Beteiligten! So macht Tischtennis Spaß (auch wenn es im Erfolgsfall natürlich leicht ist, dies zu sagen). Trotzdem alle hatten Aufwand und Zeit für dieses Event eingeräumt und jeder konnte etwas für sich herausziehen. Auf den Punkt fit und erfolgreich – einfach schön!

Ergebnis Schwartau bearb

Und dann kam der Samstag. Ohne Lorenz, aber mit Alex trafen wir auf die Glückstädter, die den Schwartauern auch schon ordentlich zugesetzt hatten. Alle Punkte hatten wir bisher in Heimspielen verloren… Uns reichten aber zwei Siege gegen Seeth-Ekholt am 31.3. und gegen Glückstadt, um die Tabellenführung ins Ziel zu bringen.

Die MANNSCHAFT war dieses Mal präsent, aber müde, vielleicht ausgelaugt. Wer im Satz einen guten Punkt macht und sich freut, macht auch manchmal zwei Fehler im Anschluss. Bei uns hat keiner ausgiebig gefeiert, aber der Kopf war trotzdem nicht frisch. Wir starteten mit 1:2 aus den Doppeln, weil Jan überhaupt keine Sicherheit hatte. Fabian und Tim hielten die Doppelfahne der WSG hoch.

20170317 Ahrensburg_Fabian_Tim2

Oben dann eine Punkteteilung. Jan gegen den scheidenden Selami Kocpinar (schade drum!) erfolgreich, Bjarne gegen Alex König im Hintertreffen. 2:3!

In der Mitte dann hart umkämpfte Spiele. Alle Akteure Fabian und Tim auf WSG, aber auch Krieter und Riemann auf Glückstädter Seite in sehr guter Form! Fabian nach 0:1 mit gutem System zu einer 2:1 Führung, aber Riemann passte sich an, reagiert gut und gewann in 5 Sätzen. Tim hechelte dem Blockspiel von Martin immer hinterher. Zwei Mal konnte er einen Satzrückstand ausgleichen. 3:7 lag er im 5. Satz hinten und gewann aber noch. Das musste doch der geplatzte Knoten sein! Dass es der einzige 5-Satz-Erfolg der WSG an diesem Tag sein sollte, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand…

Damit einen kleinen Matchball der Glückstädter abgewehrt, trotzdem 3:4! Malte dann ganz deutlich vorne gegen Knoop. Alex lag gegen Hannsi Hinsch 0:2 hinten, kam dann zurück – 2:2, um dann doch zu verlieren! 4:5 – allmählich wurde es knapp! Alle Anwesenden FANS und MANNSCHAFT hatten verstanden, was die Stunde geschlagen hatte.

Oben dann Jan gegen König, gegen den er bereits in der Rückrunde verloren hatte. Da war doch noch eine Rechnung offen. Dies demonstrierte Jan dann auch manchmal…. aber viel zu selten. Licht und Schatten, wie schon in Schwartau, guten Aktionen folgten einfachste Fehler, kein leichtes Spiel für alle FANS. Ersten Satz knapp verloren, zweiten Satz deutlich gewonnen. Dritten Satz 10:6 und zu 11 verloren…, vierten Satz wieder deutlich gewonnen und dann 11:8 verloren. Alex König war gut – keine Frage, die Leistungsschwankungen von Jan machen aber Sorgen!

20170317 Ahrensburg_JanCoach

4:6… Bjarne und Selami lieferten sich das knappste Match des Tages. Beide landeten schnell im 5. Satz. Bjarne hat sich nach verlorenem ersten Satz schnell an das Spiel von Selami gewöhnt, hatte dann Vorteile im offensiven Spiel. Selami hatte es im vierten Satz verstanden, wurde wieder aktiver… Im 5. Satz alles offen – 19:17 für Selami! Wir sind gute Gastgeber und wollten Selami im letzten Spiel nicht mit einer Niederlage verabschieden. Nach eigener Aussage war er auch so heiß, dass er die ganze Kellinghusener Halle erwärmen konnte… 4:7!

Trotzdem gab die MANNSCHAFT nach diesem Frust im oberen Paarkreuz nicht auf. 6 Mal ging es in den 5. Satz, 5 Mal verlor die WSG – an dieser Stelle könnt ihr gerne mal nach oben scrollen…

In der Mitte 3:1 und 3:0. Fabian mit sicherem Spiel gegen Martin, der eben auch kein Noppen-FAN ist. Alle Zuschauer sofort wieder „on fire“. Tim dann gegen seinen Lieblingsgegner Riemann mit 3:0! 6:7!

Malte dann gegen Senior Hinsch! Er war unten die gewünschte Bank – das nächste 3:0! 7:7!

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Dann der große Auftritt von Alex Gärtner! Gegen sein „das ist nicht gerade mein Lieblingsgegner“ Knoop, zeigte sich der Käptn der zweiten Herren, von der besten Seite. Er ließ nur einen Satz zu, war aber beweglich und taktisch weit vorne. 8:7! Immerhin, allerdings war die Favoritenrolle für das Schlussdoppel eindeutig vergeben. König/Riemann waren bei allen Buchmachern vorne… Die beiden schwächelten dann auch nur in Satz 2 – in vier Sätzen gewannen die Glückstädter und entführten einen Punkt – verdient! Da wird sich Schwartau sicher noch etwas überlegen! Die Gesichter meiner MANNSCHAFT und der FANS waren von großer Leere, Enttäuschung und Frustration gezeichnet.

Auch dieser Samstag hat die MANNSCHAFT geprägt! Wir haben trotz aller Rückschläge nie aufgesteckt! Großes Kompliment! So schlecht wie es für uns lief, hätten auch einige „abgeschenkt“. Dass war aber überhaupt keine Frage… Wir haben 8:8 gespielt – 36:28 Sätze! Das sagt einiges… Die Differenz ist übrigens identisch mit der des Spiels gegen Schwartau…. Es hätte besser laufen können, jeder wird für einen Moment seine Enttäuschung anders bewältigen, aber dass dies teilweise am Abend bereits zusammen gemacht wurde – macht mich trotz allem stolz!

So stelle ich mir eine MANNSCHAFT vor! Kopf hoch! Baut die Jungs auf, wenn Ihr sie seht!

 

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Hose und Stein…???!!!

Veröffentlicht am 19 März 2017 von Jan

Die erste Herren der WSG machte sich auf, an einem Koppelspieltag die Schmach gegen Reinfeld vergessen zu machen. Um es mit dem Titelbild zu sagen, unsere Gegner aus Ahrensburg und Moorrege haben uns sehr selten zugeschaut…

Wir konnten zu beiden Spielen unsere Stammbesetzung aufbieten. Dies war weder bei den Ahrensburgern und den Moorregern so, musste doch beide Teams auf die nominelle 2 und 3 verzichten. Weitere Parallelen? Ja, die gab es. Bei beiden Spielen gab es noch unterschiedliche Schwierigkeiten, die einzelne Spieler oder die Mannschaft außerhalb der Box vor größere Probleme stellte, als das Punktspiel an sich… Unterschiede gab es auch. Zum einen im Ergebnis 9:2 gegen SSC Hagen/Ahrensburg II und 9:1 gegen Moorreger SV II. Aber auch im Zuschauerzuspruch. Auf den Weg nach Ahrensburg machten sich Marika und Bernd, Isabelle und Merle. Teilweise geHANDicapt machten unsere vier Fans das Spiel in Ahrensburg mal eben ganz locker zum Heimspiel. Die Geräuschkulisse war dann aber doch auch eine Parallele. Stimmung von unseren Fans gab es in Ahrensburg und in Moorrege fand 2 Stunden nach unserem Spiel das Spiel der ersten Mannschaft von Moorrege in der Verbandsliga (9:7 gg Kaltenkirchen II) direkt neben unseren Tischen statt. Jubel, Trubel, Zuschauer unterschiedlichen Alters, paralleles Aufbauen von Einspieltischen und Spielboxen ließen in Moorrege ebenfalls einen erheblichen Geräuschpegel entstehen.

 

Jetzt aber zu den einzelnen Spielen. In den Eingangsdoppeln zeigten Nadolny-Hobe/Herno dann aber Bjarne und Malte doch ihre Grenzen auf. Nur ein Satzgewinn für die WSGer. Erstaunlicherweise waren Lorenz und Jan dieses Mal gegen Weber/Gloy das beste Doppel der Steinburger. Ein sicheres 3:0. Fabian und Tim, der nach seiner Krankheit zumindest zu 3/4 wieder an Bord war, spielten gegen die beiden guten Ersatzleute Jensen/Käselau nicht schlecht, mogelten sich aber phasenweise auch etwas durch. 2:1 nach den ersten drei Spielen!

Oben spielte Bjarne mit Biss, Beweglichkeit und Zielstrebigkeit in den entscheidenden Phasen immer etwas aktiver als Nadolny-Hobe. Alle Sätze nur mit 2 Punkten gewonnen, aber sicher kein unverdientes 3:0! Jan hatte es mit Weber zu tun. Insgesamt spielte der Senior sicher einen Satz zuviel, gewann dann aber 3:1 doch sehr sicher. Zu kämpfen hatte Jan allerdings mit dem Erlaufen von Netzbällen. Die Quote war in der Vergangenheit schon deutlich besser. Inzwischen sehen seine Mannschaftskameraden seine läuferischen Qualitäten aber derart skeptisch, dass bei solchen Aktionen bereits Verletzungen vermutet werden… Wo soll das hinführen?

Bei 4:1 ging es in das mittlere Paarkreuz. Dort ging das einzige 5-Satz-Spiel des Wochenendes für uns verloren. Fabian verlor wirklich unglücklich gegen den agilen Herno. In dem Spiel fand sich ein stetiges Auf und Ab als einzige Konstante wieder. Fabian gewann seine beiden Sätze zwar deutlich, unterlag dann aber doch mit den berühmten 2 Punkten Differenz im Entscheidungssatz. Tim spielte gegen Gloy und phasenweise wohl auch noch etwas gegen die Folgen seiner Grippe. So gaaannz spritzig war er da nicht immer. Es meinte sogar jemand, er wäre ähnlich kurzatmig wie Jan… aber der kommt ja immer über die Kondition – dann ist es nicht so schlimm 😉

Gloy stellte seine Defensivkünste über alle 5 Sätze unter Beweis. Dies wurde dann auch wirklich kräftezehrend für Tim. Auch hier zwei Punkte Differenz im Entscheidungssatz – hier aber mit Glück und Geschick für die WSG! Bei 5:2 gab unserer unteres Paarkreuz mit Lorenz gegen Jensen nur einen Satz ab. Malte konnte gegen Käselau das Spiel 3:0 für sich entscheiden. Lorenz spielte mutig und offensiv auf, Malte wirkte nicht so sicher wie sonst, konnte sich aber mit zunehmender Dauer auf seine Taktik verlassen.

Bei 7:2 durfte das obere Paarkreuz den Sack dann zumachen. Jan ließ wieder einen vielleicht unnötigen Satzverlust gegen Nadolny-Hobe zu, erlief auch in diesem Spiel wirklich sehr ähnliche Netzroller wieder nicht. Die Lernkurve eines Seniors ist eben nicht mehr so steil… Doch hatte er das Spiel deutlicher im Griff als Bjarne gegen Weber. Unser Student brauchte wieder den Biss aus dem ersten Spiel, um nach 1:2 Satzrückstand, dann doch noch mit 3:2 zu gewinnen!

Hier der Spielbericht!

Der 9:2-Erfolg ist vielleicht minimal zu hoch ausgefallen, war aber doch eine gute Rückmeldung des gesamten Teams nach der Schlappe gegen Reinfeld. Eine Auflösung ist noch fällig. Was war eine weitere große Schwierigkeit an diesem Tag? Ich verweise auf den ersten Begriff in der Überschrift des Artikels. Tim machte die Erfahrung,wie kollegial die Ahrensburger sein können. Irgendwie war Tim nur mit einer langen Trainingshose angereist. Da auch kein Kollege mit einem zweiten kurzen Beinkleid aufwarten konnte, stellte unser Sunnyboy auch den Ahrensburgern die Frage nach einer Ersatzhose. Dass die Kollegen dann diese Frage auf die gesamte vor Ort trainierende Abteilung mit Erfolg ausweiteten, sucht aber seinesgleichen. Toller Sportsgeist! Vielen Dank!

Nur wenige Stunden später ging auf den Weg nach Moorrege. Wir finden die Pinneberger deutlich stärker als den Tabellenplatz und waren daher gewarnt. Wie oben schon erwähnt, spielten uns die Aufstellungssorgen bei den Gastgebern aber auch etwas in die Karten.

Wir starteten mit 3:0 Doppel. Klingt klar, war es aber nicht…! Lorenz und Jan spielten gegen Schwarzer und Jacobsen, wobei in den ersten vier Sätzen eigentlich Lorenz gegen Schwarzer, Jacobsen und Jan spielte. Lorenz erwischten einen Sahnestart, entschied den ersten Satz komplett im Alleingang für die WSG und war auch in den Sätzen 2-4 mehr oder weniger für alle WSG Punkte verantwortlich. Erst im letzten Satz bequemte sich Jan auch aktiv am Spiel teilzunehmen und auch mal Bälle auf den Tisch zu spielen… Dies führte zu einem 5-Satz-Erfolg! Gleiches Ergebnis auch am Nebentisch. Gegen Samoray und Niemeier taten sich Bjarne und Malte dann doch sehr schwer. Die leicht unorthodoxe Spielweise führte zu Unsicherheiten und manchmal auch Abstimmungsbedarfen in der taktischen Ausrichtung… Dies war sicher nicht der beste Auftritt unserer „Links-Rechts-Kombination“, aber gewonnen ist gewonnen. Am besten machte es dann auch unser einziges Doppel mit weißer Weste. 3:0 für Fabian und Tim gegen Krause und Zippel nach teilweise beeindruckender Leistung – sehr stark!!!

Oben war Fabian Jacobsen gegen Jan auf der Verliererstraße. Ein Satzgewinn war ihm nicht vergönnt. Jans Gesicht sah aber vor und nach dem Spiel auch unverändert aus 😉 Bjarne und Daniel Schwarzer lieferten sich ein deutlich engeres Match. Den ersten Satz hatte Bjarnes Motor noch erhebliche Startschwierigkeiten. In den Sätzen 2-4 war Bjarne auf Augenhöhe mit dem begabten Moorreger Talent. Daniel holte mit 3:1 aber den Ehrenpunkt für die Heimmannschaft.

4:1 – unsere Mitte durfte ran! Wieder beide im Gleichschritt. Fabian gewann gegen Nils Krause in vier Sätzen, haderte da manchmal mit seiner Vorhand, konnte dafür aber mit der Rückhand hochzufrieden sein. Überzeugend aber sein taktisches Verständnis in diesem Spiel. Tim tat sich gegen Altmeister Niemeier sehr schwer. Niemeier ließ Tim nie wirklich einen Rhythmus finden und Tim war in diesem Spiel auch nicht wirklich mit Spielwitz und Variabilität ausgestattet. Ein Sieg des Willens – auch so kennen wir Tim – ebenfalls ein 3:1 Erfolg.

6:1 – wieder Gleichschritt, dieses Mal unten! Lorenz und Malte mussten gegen Zippel und Samoray über die volle Distanz. Hier hätte das Spiel wieder ein wenig zurückkippen können, aber Lorenz kam nach 1:2-Rückstand zurück. Die überragende Form aus dem Doppel konnte er nicht ganz halten, aber vor allem zum Ende wurde sein aktives Spiel gegen Zippel mit dem verdienten Erfolg belohnt. Das Spiel von Malte lebte besonders von der Spannung. Bjarne als Betreuer, bereits mit der Erfahrung aus dem Doppel als Coach nominiert, haderte mit der taktischen Disziplin unseres Nesthäkchens. Es stellt sich aber vielleicht auch für den neutralen Beobachter die Frage, wie groß das Selbstvertrauen sein muss, wenn man auch den 6. oder 7. direkten Punktgewinn mit der eigenen Rückhand auf einen von Samorays berühmten Unterschnittbällen versucht, wenn die Quote vorher bei 0% liegt…

Egal, bei 8:1 konnte Jan dann nochmal Tim und Malte (und Bjarne) zeigen, wie man gegen Daniel Schwarzer spielt. Jan erwischte einen guten Moment und ließ Daniel in diesem Spiel keine Chance – 9:1!

Hier der Spielbericht!

Ach ja, auch hier noch die Schwierigkeit… Stein… siehe Überschrift. Die Abreise war dieses Mal das Problem… Manchmal führen Aktivitäten von Hausmeistern dazu, dass es nach dem Spiel noch zu einer teambuilding-Maßnahme kommt. Diese hieß: „Wie räumen wir diesen Stein gemeinsam aus dem Weg, damit wir doch nach Hause fahren können?“ Es war ein Traum. Fragt die Jungs, sie werden es Euch bestätigen können!

Auch für das Spielverhältnis ein schöner Erfolg! Allerdings sind auch vier der neun Punkte in 5 Sätzen erspielt worden. Also heben wir mal besser nicht ab… Dass an diesem Tag auch noch die erste Damen gegen Füchse Berlin und die zweite Damen gegen Neustadt gewonnen hat, macht den Tag für die WSG nicht schlechter – Glückwunsch an die Damen! Die erste Damen hat uns dann vorgemacht, wie man ein Spiel „Erster gegen Zweiter“ gewinnt…

Es geht dann am 24.3. nach Schwartau zum Spiel Erster gegen Zweiter – wir freuen uns über zahlreiche Fans und Unterstützer! Meldet Euch gerne bei den Spielern der ersten Mannschaft, wenn ihr mitfahren möchtet – wird sicher spannend!

 

Wir sehen uns in weniger als einer Woche!

 

 

 

 

 

 

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Reinfall gegen Reinfeld

Veröffentlicht am 05 März 2017 von Jan

Nachdem uns die Reinfelder mit dem Sieg gegen Schwartau noch halfen, waren sie jetzt den Schwartauern eine ähnlich große Hilfe. Doch der Reihe nach: Am 26.2. bezwangen die Reinfelder die bis dato verlustpunktfreien Schwartauer mit 9:4. Damit waren wir wieder punktgleich mit dem Tabellenführer.

Eine gute Woche später stand für uns das schwere Heimspiel gegen die Reinfelder auf dem Programm. Schwartau hatte den Reinfelder eine Kiste Bier pro Punkt als Prämie angeboten. 2 Kisten sollten es am Ende werden.

Die Reinfelder kamen zwar ohne Krüger und Sohn Gutzeit, aber mit Papa Gutzeit und Liese. Eine echte Schwächung war an diesem Tag aber nicht zu erkennen. Die Reinfelder machen dort weiter, wo sie in den letzten Spielen aufgehört hatten. Sie spielten ohne Druck, aber mit großem Selbstbewusstsein auf. Anders war es bei der ersten Herren. Von Tim abgesehen, waren alle Spieler ein wenig „neben der Spur“…

In den Doppeln waren zu Beginn Bjarne und Malte dem Spitzendoppel Bernt Penderak und Ramon Jahn erwartet mit 1:3 unterlegen. Unerwartet aber die Niederlage von Jan und Lorenz gegen Thorsten Franz und Thorsten Gutzeit. Nach gewonnnem ersten Satz riss der Faden und ohne Rhythmus gingen die nächsten drei Sätze verloren. Den Totalausfall der Doppel vermieden Fabian und Tim mit einem zum Ende doch deutlichen 5-Satz-Erfolg gegen Christoffer Carstens und Henning Liese. Bei 1:2 waren Jan und Bjarne gefordert. Jan zeigte sich dieser Situation nicht gewachsen. In einem enttäuschenden, wenig inspirierten Auftritt reichte Ramon Jahn eine solide Leistung für eine 4-Satz-Erfolg. Bei Jan war ein großes Vorhandproblem für jeden der zahlreich anwesenden Zuschauer (vielen Dank für Unterstützung und Catering!) augenscheinlich… 1:3 – es lief schon einiges schief..

Bjarne hatte gegen Bernt Penderak (zur Halbserie aus Lübeck gekommen) die schwierigere Aufgabe. 2 Sätze lang hatte er vielleicht zu viel Respekt, in den Sätzen 3 und 4 kam er zurück, ehe sich die Routine von Bernt dann doch durchsetzte. Schade, ein guter Auftritt von Bjarne, aber der Zwischenstand von 1:4 sprach Bände.

In der Mitte sollte die Wende kommen. Als Fabian 2:0 Sätze gegen Christoffer Carstens führte und Tim gegen Thorsten Franz sein Spiel 3:1 gewinnen konnte, rochen wir wieder am Anschluss. Leider ging Fabians 3. Satz in der Verlängerung unglücklich verloren. Christoffer kam besser ins Spiel, aber dass dann auch der 5. Satz mit 2 Punkten Unterschied verloren ging, passte an dem Tag ins Bild. Sicherlich nach dem Doppel 1 und Jans Einzel die nächste Schlüsselstelle des Spiels. Statt 3:4 also leider 2:5!

Malte konnte dann Ersatzmann Henning Liese nach verlorenem ersten Satz bezwingen – 3:5, aber Thorsten Gutzeit stellte eindrucksvoll seine (alte – sorry Thorsten!) Klasse gegen Lorenz unter Beweis. Lorenz blieb im gesamten Spiel ohne Siegchance – 3:6!

In der zweiten Einzelserie (erste 2:4) sollte es besser werden. Im Spitzeneinzel riss sich Jan gegen Bernt noch einmal am Riemen. Nach dem ersten Auftritt von Jan ging das Spiel erstaunlich klar an den Quotensenior der WSG. Bjarne führte 1:0 gegen Jahn, verlor danach knapp den zweiten Satz und dann auch irgendwie den Glauben das Spiel noch gewinnen zu können. 4:7!

In der Mitte gewann Fabian gegen Thorsten F. dann knapp den ersten Satz, danach stellte der Reinfelder sein Aufschlagsspiel um und hatte immer die Nase vorn. Bei 4:8 waren wir dann noch auf „Kurs unentschieden“! Malte begann bereits gegen Gutzeit, während Tim und Christoffer im deutlich besten Spiel des Tages den Zuschauer dann endlich mal ein gutes UND spannendes Spiel boten. Tim konnte nach 0:1 und 1:2 sich in den 5. Satz spielen und kämpfen – eine vorbildliche spielerische und kämpferische Einstellung. Einige WSGer hätten sich da eine Scheibe abschneiden können.

Tim

Parallel lag Malte gegen Thorsten G. bereits 0:2 hinten. Mit riesigen Problemen und wenig „Lernkurve“ im Rückschlagspiel verlor Malte ein wenig die Geduld. Dann der Showdown: Malte war im dritten Satz erstmals auf Augenhöhe, unterlag dann aber doch, während Tim dann bei feststehender Niederlage noch die letzten Bälle im 5. Satz spielen durfte. Natürlich ging dann auch dieser Satz mit 2 Punkten Differenz an Reinfeld…

Den Spielbericht gibt es hier.

Mit dem 4:9 können wir nicht zufrieden sein. Der Sieg ging aber verdient an die stärkere und homogenere Mannschaft, die einfach auch die bessere Stimmung an die Tische brachte. Daran wird die WSG in den nächsten Tagen arbeiten müssen, stehen doch mit den Spielen gegen Ahrensburg, Moorrege, Schwartau, Glückstadt und Seeth-Ekholt durch aus reizvolle Aufgaben an. An der Ausgangssituation hat sich aber nichts geändert. Um Platz eins zu erreichen, hat die WSG es weiter selber in der Hand… „Einfach alle Spiele gewinnen“ müsste reichen… Dies fällt nach der Leistung vom Samstag sicher schwer, aber nochmal wird die WSG sicher in dieser Serie nicht so auftreten, jeder Spieler wird sicher wissen, wie er das vermeiden kann.

Jan für die (enttäuschte) erste Herren

 

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