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Doppelglück hoch 4!

Veröffentlicht am 19. Januar 2015 von Fabian

Rückrundenstart gegen Seeth-Ekholt – nicht unbedingt das dankbarste Spiel gegen einen harten Konkurrenten um die oberen Plätze der Tabelle. Wir (13:9) lagen vor dem Spiel nur knapp (14:8) hinten dem im letzten Jahr noch in der 1. Bezirksliga aufschlagenden Team.
Die Vorzeichen waren eher suboptimal. Bis auf Frank hatten eigentlich alle Trainingsrückstand oder laborierten noch an körperlichen Gebrechen. Daher hatten wir uns vor dem Spiel ein Unentschieden als Ziel ausgegeben. Wir gingen in unserer neuen Stammaufstellung mit André, Frank, Erik und Niklas an den Start, während Seeth-Ekholt mit Heydorn, Rathkamp, Wieckhorst und Kratschat auflief.
Wie unserem kleinen Bericht zum Rückrundenstart zu entnehmen, war unsere Doppelbilanz in der Hinrunde – vorsichtig ausgedrückt – eine Katastrophe. Nur ein knappes Drittel der Doppel konnte bisher gewonnen werden. Diese Schwäche galt es abzustellen – was durch das nicht vorhandene Doppeltraining in der Winterpause nicht gerade gezielt verfolgt wurde.
Erstaunlicherweise fand unser „Chaosdoppel“ mit André und Niklas recht gut in die Partie gegen Heydorn/Krautschat und führte schnell mit 2:0. Dann folgte jedoch ein zwei Sätze dauernder (konditionsbedingter) Einbruch, was der Gastgeber zum 2:2-Satzausgleich nutzte. Im fünften Satz konnten sich die beiden aber wieder zusammen raufen und den 3:2-Sieg und damit den ersten Punkt für die WSG sichern.
Erik und Frank spielten gegen Wieckhorst und Rathkamp auch nicht unbedingt am oberen Limit – allerdings konnten sie nach einem knapp verlorenen ersten Satz die folgenden drei Sätzen allesamt 11:8 gewinnen und die WSG erstmals in dieser Saison mit 2:0 nach den Doppeln in Führung bringen.
Frank bekam in seinem ersten Spiel als Nr. 2 mit Heydorn gleich einen ganz dicken Fisch vorgesetzt. In drei Sätzen gelangen ihm gerade einmal 11 Punkte und so musste er dem Gegner zum verdienten Sieg gratulieren. André konnte gegen Rathkamp allerdings den alten Abstand wieder herstellen. In einem knappen Spiel behielt er in vier Sätzen gerade so die Oberhand.
Niklas hatte in seinem Spiel gegen Wieckhorst dann wieder das komplette Auf und Ab dieses Sports gebucht. Den ersten Satz gewann er knapp mit 16:14, um den folgenden zu 7 zu verlieren. Den dritten holte er wieder knapp zu 9, um im vierten Satz erneut mit 8:11 abzugeben. Es ging in den Entscheidungssatz, in welchem es Hin und Her ging. Mit Glück und Können sicherte er mit 11:9 das Spiel und die 4:1-Führung der WSG. Die sich aufdrängende Frage: Warum pumpte Nikl mehr als sein mehr als doppelt so alter Gegner?! Wir wollen nicht näher darauf eingehen (man munkelt, ein Getränk namens „Astra“ würde hierbei eine Rolle spiele…). Erik war im ersten Einzel komplett neben der Spur. Während er Krautschat im Hinspiel noch ganz klar mit 3:0 besiegt hatte, musste er dem Gegner mit eben jenem Ergebnis zum klaren und verdienten Sieg gratulieren.
Im Duell der Einser ging es zwischen André und Heydorn einmal mehr heiß her. Die ersten vier Sätze gingen immer schön brüderlich einmal klar an André, einmal klar an Heydorn. Im Fünften Satz führte André mit 5:3, verschlug dann jedoch (Trainingsmangel?!) einen eigentlich sicheren Schuss zum 6:3. Dann hatte er Pech mit gleich drei Netzrollern des Gegners, so dass das Spiel etwas unglücklich mit 2:3 verloren ging. Auch gegen Rathkamp hatte Frank schlechte Karten und kam nicht so recht ins Spiel. Sicherlich ist aber dieses obere Paarkreuz eines der besseren der Staffel, so sich Frank der 0:3-Niederlage nicht grämen muss.
Erneut schwach spielte Erik gegen Wieckhorst. Auch diesen hatte er mit 3:0 im Hinspiel klar im Sack gehabt. Im Rückspiel aber erneut umgekehrtes Spiel – bei der 0:3-Niederlage bekam unser Youngster kein Bein auf den Boden und Seeth-Ekholt hatte einen 1:4-Rückstand in eine 5:4-Führung gedreht.
Zum Glück war Niklas heute gut in Form. Krautschats Spiel kam ihm sehr entgegen und der 3:0-Sieg war zu keiner Zeit gefährdet. So gingen wir mit einem 5:5 in die Abschlussdoppel – erneut hieß es, dass wir mit einem Unentschieden eigentlich zufrieden wären.
Als nahezu legendär kann man Niklas´ und Andrés Doppel gegen Rathkamp und Wieckhorst bezeichnen. Mit 3:11 ging der erste Satz flöten und André fiel dann auch einmal mehr auf sein lädiertes Knie, was die Bewegungsfähigkeit mal wieder einschränkte. Komischerweise lieg es in der Folge besser, beim Stand von 8:10 wehrte man zwei Satzbälle ab. Mit 12:10 konnte man schließlich den Satzausgleich feiern. Auch der dritte Satz war hart und eng umkämpft. Einmal mehr musste der ein oder andere Hechtsprung von André herhalten, um Punkte zu sichern. Legendär war sicher der Ball beim Stand von 10:9. André spielte dabei gleich zwei Bälle im Sitzen und musste sich von Niklas erklären lassen, dass man den Punkt zum 11:9 gemacht hatte, da er diesen von unter dem Tisch nicht hatte sehen können. Niklas bescheinigte im Anschluss, dass André im Sitzen mehr Ballgefühl habe als im Stehen. Auch der vierte Satz war im wahrsten Sinne des Wortes offenes Visier! Hier führten die Gegner wieder mit 10:8, ehe Niklas und André mit spektakulären Bällen (erneut Hechtsprung in der Ballonabwehr dabei) zum 10:10 abwehren konnten. Schließlich erkämpften sich die beiden den ersten Matchball beim Stand von 11:10. Und auch dieser Ballwechsel hatte es absolut in sich. André legte den Rückschlag kurz ab, dieser rollte über die Netzkante, der Gegner kam an den Ball, halbhoch knallte Niklas diesen auf die generische Hälfte, Rathkamp schoß direkt gegen, André bekam irgendwie die Noppe an den Ball, dieser segelte in hohem Bogen Richtung gegnerische Hälfte und fiel direkt hinten auf die Kante – Punkt und Sieg für die WSG in einem Spiel, das Niklas und André sicher nicht so schnell vergessen werden.
Erik und Frank waren auch gegen Heydorn und Krautschat gefordert, allerdings konnte Erik seine Noppe gegen Krautschat effektiver als im Einzel einsetzen. Sie führten schnell mit 2:1 Sätzen, allerdings schien der vierte Satz beim Stand von 6:10 bereits verloren. Allerdings ging Frank dann volles Risiko und riss quasi alles an. Beim Stand von 9:10 war der Satz eigentlich gegessen, doch der an sich perfekte Block von Heydorn touchierte noch die Netzkante und ging knapp über den Tisch. Schließlich sicherten Erik und Frank auch die beiden folgenden Punkte und der 7:5-Sieg der WSG war perfekt.
Insgesamt eigentlich unglaublich – ich kann mich nicht erinnern, wann wir schon einmal mit einer 4:0-Bilanz aus den Doppeln gegangen sind. Bei einem Satzverhältnis von 23:23 wäre ein Unentschieden sicherlich verdient gewesen. Hatten wir in der Hinrunde unverdient in Glückstadt verloren, so war dieses Sieg gegen Seeth-Ekholt umso glücklicher. Es gleicht sich eben doch immer alles irgendwie wieder aus.
Fazit aus dem Spiel: Doppel scheinen besser zu funktionieren – warum auch immer! André muss weiter hart kämpfen, um seine gute Bilanz zu bestätigen – gegen Heydorn kann man aber definitiv verlieren, er hat stark gespielt! Frank wird oben kämpfen müssen – aber das nimmt er an! Erik muss sich verbessern – seine Einzelleistung war nicht das, was er eigentlich zu leisten im Stande ist. Niklas ist unten definitiv besser aufgehoben und hat mit seiner insgesamt 4:0 Bilanz aus Einzeln und Doppeln maßgeblich zum Erfolg beigetragen.
Richtungweisend wird sicher das Spiel gegen Horst, die sich mit Dennis Oestreich (in der Hinrunde noch Verbandsliga in Itzehoe) megastark verstärkt haben. Wenn wir hier punkten können, dann ist alles möglich!

André Sperlich

1 Kommentare dieses Beitrags

  1. Niklas Says:

    Ohne diese mannschaftliche Geschlossenheit hätten wir das Spiel wohl verloren!Es macht einfach riesen Spaß in dieser Mannschaft zu spielen-da geht noch einiges!

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