Hebbel-Turnier 2013 – WSG on fire!

Veröffentlicht am 07. Januar 2013 von Andre

Wie immer stand auch zu Beginn diesen Jahres das allseits beliebte Hebbel-Turnier in Wesselburen (DAS Konkurrenzprodukt zum Krombacher-Cup) an. An zwei Tagen maßen sich Spieler der WSG inbesondere mit der Dithmarscher Kreiselite.

 

Tag 1 – Kreisliga Einzel und Doppel

Am Samstag starteten Roland und Andre im Einzel sowie gemeinsam in der Doppelkonkurrenz, Andreas war in der Konkurrenz der 1. Kreisklasse dabei.

Während Andre mit einer 3er-Gruppe gleich ein recht glückliches Los zog, hatte Roland in seiner 4er-Gruppe schwer zu kämpfen und musste sich mit einer Bilanz von leider 1:2 bereits frühzeitig aus dem Turnier verabschieden. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass ihm die Spielweise der Konkurrenz nur sehr bedingt in die Karten spielte.

Andre konnte seine Gruppe bei einem Satzverlust mit 2:0 gewinnen.

Von Andreas bekamen wir leider nur am Rande etwas mit, auch er musste nach der Gruppenphase die Segel streichen. Allerdings hatte er eine optimale Ausrede. Aufgrund dessen, dass er den Sohn des Veranstalters noch aus Malente (!) abholen musste, war er 20 Minuten nach Turnierbeginn mit von der Partie. Dieser Einspielrückstand war einfach nicht mehr aufzuholen!

Im Anschluss fanden nun zunächst die ersten Runden der Doppelkonkurrenz statt. Hier bewiesen Roland und Andre einmal mehr, dass sie Meister der langen Distanz sind. Schließlich hatte man Freitag gegen Jan und Andreas bei vereinbarten vier Gewinnsätzen die obligatorischen sieben Sätze gespielt. Gegen das gefürchtete Janicki-Polendoppel (das ist nett gemeint!) quälte man sich über fünf Sätze zum Sieg.

Und auch gegen Moede und Rieger, gefühlt halb so alt wie wir, taten wir uns verdammt schwer. Die ersten beiden Sätze gingen glatt flöten, der zweite sogar zu 2. Da im dritten das Glück wiederkam und wir im vierten wirklich gut spielten, kämpften wir uns so halb verdient in den Entscheidungssatz. Auch hier spielten wir sicher und kontrolliert und konnten den Sieg einfahren. Im Anschluss ging es dann zunächst für Andre mit den Einzeln weiter.

Leider ist mir der Name des ersten Gegners entfallen (leider gibt es auch online noch keine Ergebnisübersicht – wir sind einfach schneller!), jedenfalls konnte ich hier sicher mit 3:0 gewinnen. Mein Viertelfinale gegen Rieger war da schon schwerer, der erste Satz ging recht klar weg. Anschließend stellte ich allerdings mein Spiel um und konnte das Ding noch 3:1 drehen.

Ähnlich lief das Halbfinale, welches ich ebenfalls in vier Sätzen für mich entscheiden konnte. Bevor es nun zum Finale kam, stand jedoch zuerst das Endspiel im Doppel mit Roland an. Wir erwartet sollte es auch hier zu den gewohnten fünf Sätzen kommen. Das Spiel ging hin und her und mehr schlecht als recht erspielten wir uns den Entscheidungssatz. Hier dominierten wir an sich die Partie und beim 10:7 sahen wir bereits wie die sicheren Sieger aus, nur um den 10:10-Ausgleich zu kassieren. Durch einen überlegten Angriff kamen wir erneut zum Matchball, der durchaus im Gedächtnis von uns beiden haften bleiben wird. Irgendwie kam ich auf die bescheuerte Idee, den Aufschlag durch spontanes Drehen mit der viel geliebten Noppe anzunehmen…der Schlag wirkte nur bedingt glücklich, fiel auf die Netzkante zum direkten Punkt und damit Turniersieg für uns im Doppel.

Im Finale ging es nun gegen Moede, den ich bereits aus dem Doppel kannte. Auch dieser kam mit meinem Material nicht so wirklich zurecht, so dass ich einen ungefährdeten 3:0-Sieg für die WSG verbuchen konnte.

So gingen Roland und ich mit insgesamt zwei Titeln aus der Halle. Insbesondere die zeitweise wirklich gute Leistung im Doppel ließ die Vorfreude auf die Rückrunde steigen.

Tag 2 – Offene Klasse Einzel und Doppel

Nach der guten Turniereröffnung durch Roland und Andre ging es am zweiten Tag in der Offenen Klasse rund. Neben Andre waren diesmal noch Fabian, Katarzyna und Jan am Start, ebenfalls jeweils in den Einzel- sowie Doppelwettbewerben.

Während bei Jan die Gegner einen gewonnen Satz schon wie die Auferstehung Christi – oder passenderweise das Erscheinen der Heiligen Drei Könige – feierten, hatte Fabian in seiner Gruppe erheblich mehr zu arbeiten (und zu laufen). Dennoch schafften sowohl Fabian als auch Jan einen souveränen 3:0-Gruppensieg.

Auch Katarzyna schlug sich großartig, speziell Carsten Pauls drückte sie mit ihrem Spiel immer weiter vom Tisch weg – die Verzweiflung war ihm deutlich anzusehen. Auch ihr gelang der Gruppensieg ohne Niederlage.

Etwas mehr zu kämpfen hatte erwartungsgemäß Andre, der gleich im ersten Spiel gegen Clausen trotz solider Leistung 2:3 unterlegen war und somit umgehend unter Druck stand. Nach zwei klaren 3:0-Siegen gegen Wolk und Schütt sicherte aber auch er sich die Hauptrunde.

In der anschließenden Doppelkonkurrenz setzen Fabian und Jan sich sicher durch, während Katarzyna und Andre erkennen mussten, dass ohne entsprechendes Doppeltraining wohl doch nicht so viel geht. Ihre Gegner waren einfach sicherer und so mussten wir Ihnen in fünf Sätzen zum Sieg gratulieren.

Da wir parallel spielten, kann ich wenig über Jans und Fabians Doppel sagen, aber auch das zweite Spiel ging deutlich an die WSGer. Auch im dritten Doppel zeigten sie sich sicher und gewannen ein knappes Spiel aufgrund größerer Souveränität mit 12:10, 13:11 und 11:8. Interessant 2war Fabians Einschätzung des Spiels: „Eigentlich müsste im Hallenboden mein Laufweg (ca. drei Meter hinter der Platte) eingefräst sein. Und von Jan: da ist höchstens ein tiefes Loch direkt am Tisch!“ Recht hatte er – die Meter machte sicher nicht unsere Nr. 1. Nun stand also mit Jan und Fabian ein weiteres Finale mit WSG-Beteiligung an.

Auch die Endrunde im Einzel bot einige interessante Begegnungen. Während Fabian, Jan und Katarzyna ohne Probleme das Viertelfinale erreichten, wartete Andre vergeblich auf einen Gegner…bis ihm die Turnierleitung ein Freilos verkündete. Unglaublich aber wahr…verstehe wer will.

Unglücklicherweise ging es dann im Achtelfinale im Vereinsduell gegen Fabian. Schon irgendwie blöd, wenn man bedenkt, dass man zu Turnieren fährt, um eben solche Spiele zu vermeiden. Dumm auch für Andre, dass Fabian gegen ihn einen echten Sahnetag erwischte. Selbst die ansonsten stets zu Punkten ausreichenden Vorhandschüsse blockte Fabian aus der langen Abwehr serienweise in Andres lange Vorhand. Leider verfügt dieser nicht über die fabiansche Reichweite, so dass dies zu 90% zum direkten Punkt für Fabian reichte. So blieb Andre gegen Fabian objektiv gesehen ohne echte Chance.

Jan hatte mit Pauls einen unangenehmen Gegner, immerhin steht dieser in der 2. Bezirksliga an Position 1 ebenso ohne Niederlage da wie Jan. Dennoch könnte ihn Jan in vier Sätzen bezwingen. Jan bewertete den Sieg dann eher als „Kopfsache“ – jaja, unser Mentalmonster mit dem Megaunterschnitt!

Katarzyna hatte mit Fynn Albrecht sicher ein Hammerlos gezogen, doch Jan vermutete bereits vor dem Spiel, dass dies für Fynn schwer werden dürfte. Wurde es auch. Unsere neue Nummer 1 in der ersten Damenmannschaft machte es dem Toptalent Schleswig-Holsteins richtig schwer. Den ersten umkämpften Satz gewann sie mit 11:9. Im zweiten lag sie mit 6:9 hinten, um diesen noch mit 11:9 für sich zu entscheiden. Und auch im dritten Satz zeigte sie Nervenstärke, indem sie aus einem 8:10 noch einen 12:10-Sieg machte und damit ins Halbfinale einzog.

Ein weiterer WSG-Spieler sollte außerdem sicher im Halbfinale stehen – Jan und Fabian durften sich nämlich im nächsten Spiel duellieren. Es kam zu interessanten Ballwechseln, den sicher intensivsten entschied Fabian für sich – bei einem Laufweg von gefühlten drei Kilometern, während Jan in nicht gerade lehrbuchmäßiger „Ballerwartungshaltung“ die Bälle verteilte. Danach war der Ruf nach Sauerstoffzelt und Auslaufen für Fabian da, aber es ging dann doch fix weiter und Jan konnte in die nächste Runde einziehen.

Die Halbfinals hießen also Jan gegenZimmermann (Sasel) sowie Katarzyna gegen Nasner (Oldesloe/Landesliga). Katarzyna kam gegen Nasner leider nicht zu ihrem Spiel, zu hart und platziert waren die Angriffsbälle von Nasner. Sie musste ihm in drei Sätzen zum Sieg gratulieren.

Das sicher ansehnlichste Spiel des Abends spielte nun Jan im Halbfinale. Beide offensiv ausgerichtet kam es zu vielen schönen Ballwechseln vor allem aus der Halbdistanz, bei dem mal der eine, mal der andere das bessere Ende für sich hatte. Die Beratung Jans war einmal mehr sehr interessant: „Ja, hast mit allem recht (Tipps meinerseits) – aber ich muss einfach besser spielen!“  Kann man nicht verneinen! Auf jeden Fall konnte er in vier Sätzen als Sieger die Platte verlassen, gestand im Nachhinein aber ein, dass es, wenn es anders gelaufen wäre, es auch hätte anders laufen können. Ja – das Phrasenschwein wurde von allen Seiten ausgiebig bedient.

Zum Abschluss des Abends folgten nun die beiden Endspiele. Im Doppel traten Jan und Fabian zunächst gegen Clausen undZimmermann an. Es ergab sich auch lautstärketechnisch (Dank an Clausen!) ein packendes Spiel, was weniger von spielerischer Klasse als vielmehr von der Spannung lebte (Thema: Phrasenschwein). Auf beiden Seiten kam es immer wieder zu relativ leichten Fehlern, und das Spiel blieb konstant eng. Die WSGer konnten sich im Entscheidungssatz von 7:10 noch auf 10:10 heranarbeiten, mussten dem Gegner dann aber doch zum 12:10-Sieg und damit dem Doppeltitel gratulieren.

Blieb noch das Einzelfinale von Jan gegen Nasner. Dies entwickelte sich zu einer relativ deutlichen Angelegenheit. Jan dominierte das Spiel und konnte die starke Vorhand des Gegners geschickt meiden. Auch die kurze Noppe machte ihm wenig Probleme, sodass er mit seinem Sieg den dritten Titel beim diesjährigen Hebbelturnier für die WSG sichern konnte.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung und für alle sicher eine gute Vorbereitung auf die Rückrunde. Natürlich wäre der ein oder andere WSG-Spieler mehr sicher gut gewesen, aber auch so haben wir uns als geschlossenes Team präsentiert. Und über Katarzyna hat uns auch die „Polen-Connection“ nachhaltig unterstützt! Und: Titel gingen in den Kreis Steinburg – immer gut!

Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass die WSG neben den 7 „Individualpokalen“ ( Andre, Andre/Roland, Jan, Katarzyna, Jan/Fabian) auch noch die Vereinswertung einheimste. Damit ging auch er Wanderpokal an die WSG, der nächstes Jahr in der Sänfte wieder zurück getragen werden muss. Zwar hatte der TSV Brunsbüttel ein Pünktchen Vorsprung, da aber keiner bei der Siegerehrung vertreten war, erklärte Organisator und Laudator Albrecht kurzerhand die WSG zum Sieger der Vereinswertung – ein später Dank für Absatz 3 des Berichtes 😉 ??

Fabian Gülling + Andre Sperlich

 

10 Kommentare dieses Beitrags

  1. Jan Says:

    Danke für die schnelle Berichterstattung! Auch da sind sicher einige aus dem Verein schneller als ich… Nur zur Vervollständigung, bei meinem Halbfinal- bzw. unserem Doppelgegner handelt es sich um Thorben Zimmermann vom TSV Sasel.

    Die Teilnahme hätte sicher auch noch weiteren Spielerinnen und Spielern der WSG gut getan. Aber auch so, sollten wir für die Rückserie gerüstet sein.

  2. Tischtennisgott Says:

    Wollt ihr Nasen einen Artikel vom KrombacherCup????

  3. Andre Says:

    Aso – naja, im Gegensatz zur dir kenne ich nicht jeden SH-Tischtennisspieler 🙂

    Überarbeite nachher den Text noch einmal, damit das auch alles seine Richtigkeit hat!

  4. Andre Says:

    @Tischtennisgott: Klar wollen wir einen Artikel! Immer her damit.

  5. Andre Says:

    So, Artikel komplettiert!

  6. Tischtennisgott Says:

    Hier mein Text:
    Krombacher war richtig lecker!!!

  7. Andre Says:

    Alter – du bist echt ein Meister der Verbalakrobatik 🙂

  8. Tischtennisgott Says:

    Danke! 🙂

  9. Fabian Says:

    Ich hab den Artikel nochmal kurz um unsere Errungenschaft des Wanderpokals ergänzt 😉

  10. Andre Says:

    …..den wir vollkommen zu recht bekommen haben!!

Hinterlasse einen Kommentar