Kategorisiert | 1. Damen

Der Tag der Ann-Kristin A.

Veröffentlicht am 20. November 2011 von Andreas

Hochspannung beim Bezirksderby gegen FTSV Fortuna Elmshorn I

Samstag, 19.11.2011, 14.20 Uhr – die Mannschaftsführerin der 1. Damen wartet ungeduldig (weil: Spielbeginn 15.00 Uhr) auf die Nr. 4 Ann-Kristin A. (ansonsten ein Muster an Zuverlässigkeit). Ein kurzer Anruf bringt Aufklärung – Ann-Kristin war beim Lesen des Spielplans offenbar um einige Zeilen verrutscht und ging von 16.00 Uhr als Anfangszeit aus. Also: rein ins Auto, kurz vor 15.00 Uhr (bei einer Fahrzeit von ca. 30 min für die Strecke Norderstedt – Wrist; Chapeau Mademoiselle Vettel! Excusez moi, Mademoiselle Adleff!) in der Arena angekommen und dann kurz, aber intensiv 10 Minuten eingespielt.

Samstag, 19.11.2011, 18.10 Uhr – Ann-Kristin A. verwandelt beim Spielstand von 10:7 im 5. Satz gegen Elke Lohse den 1. Matchball – und sichert ihrem Team damit einen hauchdünnen 8:6-Erfolg gegen den starken Aufsteiger FTSV Fortuna Elmshorn.

Was hatte sich dazwischen getan? Nach den Doppeln steht es 1:1. Sylwia und Katarzyna gewinnen deutlich gegen Mohr / Semmelhack. Genauso deutlich verlieren allerdings auch Isabelle und Ann-Kristin gegen Elke Lohse / Berit Zuna. Ebenfalls keine Vorentscheidung nach der 1. Einzelrunde, wobei das WSG-Quartett jedoch zwei unglücklichen Fünfsatzniederlagen nachtrauert. Die WSG-Punkte in dieser Runde besorgen Sylwia (sie quält sich zu einem knappen 3:1 gegen Elke Lohse) und Katarzyna (sicheres 3:0 gegen Christine Semmelhack). Isabelle zeigt sich gegen Angstgegnerin Berit Zuna deutlich formverbessert und führt im 5. Satz mit 5:1 bzw. 7:3 – und bekommt dann bei 9:9 die Zitterhand. Ann-Kristin hat es mit der Ex-Nortorferin Regine Mohr zu tun und ist in den ersten beiden Sätzen chancenlos. Danach findet Ann-Kristin den Schlüssel zum richtigen System, um ihn dann aber in der Schlussphase des 5. Satzes wieder zu verlieren (-6 -7 +8 +9 -7). Zwischenstand: 3:3.

Im 2. Durchgang trifft Sylwia auf die in dieser Saison bislang sehr überzeugende Berit Zuna (Bilanz nach 5 Spieltagen: 7:4). Trotz gehörigen (und berechtigten) Respekts gelingt es der WSG-Spitzenfrau, das Tempo zu diktieren und durch kluge Platzierung die Norddeutsche Vizemeisterin der Mädchen mit 3:0 in Schach zu halten. Isabelle verschläft gegen die ersten beiden Sätze gegen Berits Tante. Durch gute Aufschläge und variable Topspins gelingt Isi dann aber die Wende und siegt sogar noch überraschend klar (-6 -8 +8 +4 +4). Katarzyna, die zu Beginn der Woche gesundheitlich angeschlagen war, kommt gegen Routinier Regine Mohr einfach nicht ins Rollen und hat insbesondere in den langen Ballwechseln das Nachsehen. Diese 1:3-Niederlage war irgendwie nicht eingeplant. Die Titelfigur dieses Berichtes liefert sich gegen Christine Semmelhack einen Krimi – alle Sätze werden mit 2 Punkten Unterschied entschieden, glücklicherweise drei für Anna (insbesondere dank taktischer Konsequenz) und nur einer für die Elmshornerin.

Vor der Schlussrunde steht es also 6:4 für die WSGerinnen. Katarzyna liefert sich gegen Berit Zuna ein temporeiches Konterduell, wirkt bei der 1:3-Niederlage aber irgendwie etwas kraftlos. Sylwia braucht einen Satz, um sich an das Spiel der bis dahin ungeschlagenen Regine Mohr zu gewöhnen. Danach beherrscht Sylwia, die zu Anfang der Woche noch mit Fieber das Bett hütete, das Geschehen deutlich. Eines der beiden Spiele (Laskowsky vs. Semmelhack oder Adleff vs. Lohse) „muss“ also gewonnen werden, um nicht nur einen sondern zwei Punkte in der Tabelle auf der Habenseite verbuchen zu können. Die Niederlage bei der Landesranglistenqualifikation im Hinterkopf, agiert Isabelle gegen Christine Semmelhack über weite Strecken unter ihren Möglichkeiten und zieht mit 1:3 den Kürzeren. Es ist also an „unserer Titelheldin“, im letzten Spiel gegen FTSV-Urgestein Elke Lohse die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Und die Kohlen werden zunehmend heißer, da Anna in den Sätzen 1 und 3 ihre Vorsprünge nicht in Ziel retten kann. Zwischendrin gewinnt Ann-Kristin Satz 2 souverän mit 11:2 und verspielt im 4. Satz fast einen 9:1-Vorsprung, der mit 11:9 und etwas Dusel hauchdünn in Ziel gerettet wird. Beim finalen Showdown im 5. Satz ist Ann-Kristin stets eine Nasenlänge voraus. Bei eigener 9:7-Führung und nach gegnerischer Auszeit bringen zwei direkte Aufschlagpunkte die Entscheidung – und sorgen für das Happyend aus WSG-Sicht.

Wie ein so konfus begonnener Tag doch noch sein gutes Ende finden kann!? Ann-Kristin sei in jeder Beziehung Dank!!!

2 Kommentare dieses Beitrags

  1. Jan Says:

    Nichts gegen unsere „internationalen“ Spielerinnen in der ersten Damen, aber besonders schön, dass Ann-Kristin hier die „big points“ gemacht hat. Knappsiege kenne ich ja auch glücklicherweise aus der ersten Herren…

  2. Fabian Says:

    Ich sehe das ähnlich wie Jan und freue mich besonders für meine „Meistermacherin“ vom SLST (1.0). Eigentlich schulde ich dir noch mindestens 300g Schinken, aber ich habe das Gefühl, dafür wärst du mir nicht grade unendlich dankbar…..;-)

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