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Das 7:7-Syndrom

Veröffentlicht am 20. November 2011 von Merle

Die letzten Spielergebnisse wirken wie eine wiederkehrende Krankheit, unaufhaltsam und bedrückend. Doch was tun, wenn es immer am Ende 7:7 heißt, und keiner als Sieger aus der Halle gehen kann?

Doch was ist beim Tischtennis das, was bei einer Krankheit die Medikamente sind?

Was hilft? Andere Doppelaufstellung? Mehr Training? Mehr Teamgeist? Nur noch die besten vier Spieler aufstellen?

Nachdem man die letzten beiden Punktspiele mit einem Unentschieden beendet hatte und die Zeitung nicht gerade freundliche Worte hierfür fand, wollte man gegen den FTSV Fortuna Elmshorn nicht nur sich selbst, sondern auch der Außenwelt beweisen, dass man noch auf Sieg spielen konnte. Und genau mit dieser Motivation begann das Spiel.

Bereits mit einer neuen Doppelaufstellung versuchte die junge Mannschaft der WSG das bestmögliche Ergebnis zu erzielen:

Die bislang pausierende Merle Laackmann wurde in den Doppeln eingesetzt. Was zunächst nur eine positive Laune von Inga war, als sie morgens Merle schrieb und fragte, ob sie Doppeln spielen wolle, entpuppte sich als gute Möglichkeit endlich beide Doppel zu gewinnen, um mit 2:0 in die erste Einzelrunde zu starten. Neben der Kombination Taplick/Laackmann traten Helen Galkan und Mareike Wittorf als starkes Duo an.

Die Mission doppelter Doppelsieg fing gut an, endete aber mit einem 1:1- und damit schon wieder mit einem Unentschieden.

Nachdem beide WSG-Doppelpaarungen den ersten Satz für sich verbuchen durften, entwickelten sich beide Spiel unterschiedlich. Während Inga und Merle mit einem relativ lockerem 3:0 den ersten Punkt für die WSG einfuhren, bei dem sie sich von Satz zu Satz steigerten und wieder in ihren gemeinsamen Rhythmus fanden, verloren Helen und Mareike die Sätze 2,3 und 4, und somit das ganze Spiel gegen das gegnerische Doppel 1 Lohse/Franzen.

Mit einem 1:1 im Rücken ging es in die ersten Einzelrunden:

Helen spielte gegen Sonja Lohse, die ihr Spiel spinorientiert über eine starke Rückhand gestaltete. Doch dies konnte Helen nichts anhaben. Sie gewann souverän in drei Sätzen, indem sie Lohse aus dem Spiel nahm und ihr Eigenes durchsetzte. Inga brauchte für ihren Sieg gegen die gegnerische Nummer 1 Franzen einen Satz und paar Nerven mehr als Helen.

Franzens Spiel wurde durch ihre Noppe auf der Rückhand beherrscht, mit der sie Inga immer wieder in Bedrängnis brachte. Doch mit gutem Auge und erfolgreichem Rückhand Topspin, den sie variable einsetzte, schaffte Inga es das Spiel für die WSG zu verbuchen.

Nun waren Mareike und Jana am Zug:

Gegen die Nummer 4 hatte Mareike keine Probleme. Sie ging übers schnelle Konterspiel und siegte mit +5,+5 und +6. Jana dagegen hatte mit Ellen Zuna eine hartnäckige Gegnerin erwischt. Nachdem der erste Satz zu -5 verloren ging, steigerte sich Jana zunehmend. Dennoch gelang es ihr nicht durch ihre starke Rückhand die entscheidenden Punkte zu machen, sodass sie zu 9 und 10 den zweiten und dritten Satz verlor und Ellen Zuna schließlich zum Sieg gratulieren musste.

Der Zwischenstand hieß 4:2 und die WSGerinnen waren motiviert, diese Führung weiter auszubauen.

Nun stieg Helen gegen Franzen in den Ring. Die Elmshornerin hatte die 21-jährige Estin in den ersten beiden Sätzen gut im Griff, sodass es schnell 0:2 gegen Helen stand. Auch Helen hatte mit der Noppe der gegnerischen Nummer 1 Probleme. Ihr gelang es nicht mit ihrem Vorhand Topspin die Punkte zu machen. Erst in Satz 3 und 4 hatte sie sich besser auf die Gegnerin eingestellt. Diese verbuchte sie dann auch zu +6 und zu +7 für die WSG.

Letztlich entschied Franzen trotz Helens Gegenwehr doch das Spiel im fünften Satz mit 11:9 für sich.

Inga erging es gegen Sonja Lohse am Nebentisch ähnlich wie Helen. Auch sie musste nach einem offenen Schlagabtausch ihrer Gegnerin zum Sieg gratulieren. Sie unterlag ebenfalls im fünften Satz mit 9:11.

Das Unentschieden-Problem entwickelte sich zu einem 5ten-Satz-Problem, denn auch Mareike kämpfte Satz für Satz gegen Ellen Zuna um den Sieg. Schließlich unterlag sie im 5.Satz zu 14:16.

Trotz der drei knappen Niederlagen ließ sich die junge Jana Laskowsky gegen Hell nicht aus dem Konzept bringen. Noch Wut im Bauch vom vorherigen Spiel knallte sie der Gegnerin die Bälle nur so um die Ohren und gewann souverän mit 3:0.

Die Überlegenheit von Jana trieb ihre Gegnerin zur Weißglut, sodass sie „sich nicht mehr beherrschen konnte“ und nach ihrer zweiten Niederlage wütend aus der Box sprang.

Jana sicherte also das 5:5 und damit wieder das Unentschieden.

Nun mussten wenigstens noch drei Spielerinnen der WSG ran, um die drei notwendigen Punkte zum Sieg einzufahren.

Direkt nach ihrer 5-Satz-Niederlage musste Mareike gegen die Nummer 1 der Gegner antreten. Sie unterlag mit 3:0. Doch dieses Resultat wiederspiegelte keinesfalls ihre Leistung, denn außer im zweiten Satz, den sie klar zu -4 verlor, hielt sie ihre Gegnerin in Schach und unterlag jeweils mit 10:12 in den Sätzen 1 und 3.

Neben Mareike agierte Helen gegen Ellen Zuna. Auch sie spielte wie Mareike nur drei Sätze, doch der Unterschied war, dass diese drei Sätze auf ihr Konto gingen und der WSG wieder einen Ausgleich bescherten: 6:6.

Schließlich lag es in Janas und Ingas Häden den Sieg nach Haus zu schaukeln. Sowohl Inga als auch Jana gewannen den ersten Satz. Zuschauer wie auch Spieler schöpften Hoffnung. Inga brachte auch den zweiten Satz nach Hause, bevor sie im Dritten einer starken Phase der Elmshornerin Hell nicht standhalten konnte. Währenddessen unterlag Jana in den Sätzen 2 und 3 jeweils mit 6:11. Ihre Gegnerin Sonja Lohse hatte in ihr Spiel gefunden. Somit ging es für Jana und Inga jeweils in den vierten Satz:

Inga führte mit 2:1; Jana lag mit 1:2 zurück.

Das Ende des Spiels war nur noch wenige Sätze entfernt und es gab drei mögliche Ausgangskonstellationen:

Beide Mannschaften hatten die Chance mit 8:6 als Sieger aus der Halle zu gehen, oder auch mit einem Unentschieden im Gepäck…

Und es kam, wie es kommen musste:

Inga gewann im auch den vierten Satz und damit das Spiel. Sonja Lohse tat es ihr nach, doch leider punktete sie für die gegnerische Mannschaft.

Und das Ende vom Lied war wieder ein Unentschieden: 7:7!

 

Das 7:7-Syndrom nimmt langsam Gestalt an…

 

1 Kommentare dieses Beitrags

  1. Jan Says:

    Auch hier wirkt doch wohl die Dreiertheorie. Ihr habt noch kein Spiel verloren und weiterhin es selber in der Hand, den angestrebten Aufstiegsplatz zu sichern. Wenn Ihr Euch da alle einig seid, dann solltet Ihr die Chnace einfach beim Schopf packen. Bei der Dreiertheorie hilft sicher auch der derzeitige Platz in der Tabelle – Platz 3 !

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