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Unglückliche (aber auch vermeidbare Niederlage) beim Titelfavoriten

Veröffentlicht am 09. Oktober 2011 von Fabian

02.10.11 SC Poppenbütel II – WSG Kellinghusen/Wrist I 8:5

Nach dem erfreulichen 8:5-Erfolg gegen den Niendorfer TSV stand am nächsten Tag die Partie beim Regionalliga-Absteiger SC Poppenbüttel III auf dem Programm. Bei den WSGerinnen rotierte Ann-Kristin raus (die allerdings als wichtige weitere Betreuerin mit dabei war – Klasse!), stattdessen feierte Helen ihr Oberliga-Debüt. Die Hamburgerinnen, deren erklärtes Saisonziel der Wiederaufstieg in die Regionalliga ist, boten ihr „Stammquartett“ Julia Arndt, Sandra Opitz, Marjan Sarrafan und Melanie Greil auf, verzichteten also auf die beiden Neuzugänge Tanja Churabaeva und Amelie Rocheteau, die aber in der 2. Mannschaft wohl auch nur sporadisch bzw. bei Bedarf zum Einsatz kommen dürften. Gerüchten zufolge haben die Poppenbüttlerinnen übrigens dabei ihre Aufstellung durch Auslosung ermittelt (was offenbar nach den Bilanzwerten der letzten Saison möglich war).

Bei wunderschönem Ausflugswetter entwickelte sich eine von Anfang an eine spannende Partie, in deren Verlauf es aus WSG-Sicht eine „tragische Figur“ geben sollte. Doch zurück zum Spielverlauf: die Doppel endeten 1:1, wobei Sylwia und Katarzyna mit 3:2 (11:4 im 5. Satz) gegen Arndt/Opitz die Oberhand behielten. Hochdramatisch ging es bei der Begegnung Sarrafan/Greil vs. Laskowsky/Galkan zu. Bei ihrem ersten gemeinsamen Doppel-Auftritt harmonierten Isabelle und Helen sofort prächtig. Sie wehrten bereits im 4. Satz Matchbälle ab, kämpften sich damit bis in den 5. Satz, in dem sie dann einen 6:10-Rückstand egalisieren konnten – um dann sehr unglücklich (mit einem Fehlaufschlag) 11:13 zu verlieren.

Der erste Einzeldurchgang brachte dann keine Vorentscheidung für eines der beiden Teams. „Nichts zu bestellen“ hatten Sylwia und Katarzyna, die gegen Opitz bzw. Greil jeweils mit 0:3 unterlagen (und dabei wohl auch gleich gegen die – jedenfalls an diesem Tag – beiden besten Hamburgerinnen anzutreten hatten – obwohl die Aufstellung zwar eigentlich etwas anderes besagt, aber insoweit Stichwort „geloste Aufstellung“). Isabelle und Helen hielten ihr Team jedoch durch sichere Erfolge gegen Arndt bzw. Sarrafan im Rennen. Bei einer 2:0-Satzführung von Sylwia bzw. vor dem Beginn des Spiels von Isabelle gegen Sandra Opitz musste dann dem Ausflugswetter und der daraus resultierenden Sonneneinstrahlung Tribut gezollt werden: Tischumbau incl. Pause wegen ungünstiger Lichtverhältnisse. Sylwia tat dies offenbar überhaupt nicht gut, so dass das Spiel gegen eine bis zur Umbauphase frustrierte Arndt noch mit 9:11 im 5. Satz verloren ging. Isabelle mühte sich gegen Opitz redlich, war aber beim 0:3 im Endeffekt ohne Siegchance. Katarzyna hielt Sarrafan sicher in Schach, während Helen gegen den sicheren Rückhand-Topspin und die kurze Noppe auf der Vorhand von Melanie Greil nur im 1. Satz das richtige Rezept hatte. Vor der finalen Einzelrunde lagen die WSGerinnen also mit 4:6 zurück, hofften aber trotzdem noch auf eine Punkteteilung. Diese war auch im Bereich des Möglichen, doch jetzt kommen wir zurück auf die „tragische Figur“. Während Katarzyna durch den Viersatzerfolg gegen Arndt den wichtigen 5. Punkt für ihr Team holte, musste Sylwia gegen Sarrafan wieder über die volle Distanz gehen. In der 2. Hälfte dieses Entscheidungssatzes hatte Sylwia immer die Nase vorn, aber wie schon im Einzel gegen Arndt fehlte irgendwie die Lockerheit und beim eigenen 9. Punkt war es dann wie abgeschnitten – erneut 9:11 und damit 7:5 für Poppenbüttel. Helen schlug sich dann gegen die beste Poppenbüttlerin Sandra Opitz am Besten von allen WSGerinnen, musste aber dennoch nach 4 umkämpften Sätzen gratulieren, so dass sich die Gastgeberinnen über einen schwer erkämpften 8:5-Erfolg freuen konnten.

Fazit aus WSG-Sicht: eine unglückliche, aber auch vermeidbare 5:8-Niederlage. Sylwia war mit einer 0:3-Bilanz und zwei Knappniederlagen die bereits zitierte „tragische Figur“. Trotzdem bleibt festzuhalten: auch gegen das Spitzenteam SC Poppenbüttel II war man ebenbürtig. Also: Ärmel aufkrempeln, nicht hadern und versuchen, in den nächsten Spielen wieder zu den eigenen Stärken zurückzufinden – am Besten schon im nächsten Heimspiel gegen die SG TH Eilbeck / WTB 1861!

Andreas Wagner

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